25000 elektrisierende Kilometer

IMG_1997Zugegeben, vor 1 1/2 Jahren hätte mich die nebenstehende Meldung noch aus der Ruhe gebracht, doch heute, nach 25000 Kilometern sehe ich das deutlich entspannter, denn ich kenne meine Zoe. So habe ich keinen Gedanken daran verschwendet, auf dem Rückweg von Mannheim nach Groß-Gerau noch eine Sicherheitsladung tätigen zu müssen auch wenn das eingebaute Tom Tom Navi anderer Meinung schien. 78 Kilometer Resteichweite prognostizierte die Akkuanzeige, 65 Kilometer betrug der  Heimweg über die Autobahn, das reicht locker da kann das Navi behaupten, was es will ! Vielleicht geht man ja bei Tom Tom davon aus, das man mit 140 km/h vollstrom über die Autobahn fährt, bei moderaten 100 km/h ist diese Distanz jedoch kein Problem.

65 Kilometer von daheim entfernt waren bislang die weiteste Strecke, welche ich mit Zoe zurückgelegt habe, meist bewege ich mich im Radius von 25 bis 50 Kilometern um die heimische Ladesäule IMG_2001und doch war ich mir sicher, dass diese Strecke mit einer Ladung zu machen ist. Ich sollte Recht behalten, als ich vor der Ladesäule in Groß-Gerau stand, zeigte die Restreichweite nach 65 Kilometern Autobahn noch 28 Kilometer an. Ich habe auf der Strecke Dank Baustellen also noch einmal 15 Kilometer Reichweite gut gemacht.

Auf dem Weg nach Hause habe ich dann auch die 25000 Kilometer erreicht – 25000 elektrische Kilometer in 20 Monaten, wenn das mal kein Beweis für die Alltagstauglichkeit von Elektroautos ist ! Sicher, um maximale Reichweite zu erreichen muss man entschleunigen. So nutzt man vorzugsweise Landstraßen und Stadtverkehr anstatt Vollstromfahrten auf der Autobahn, denn bei Ersteren gibt es an jeder Ampel Strom zurück, was die Reichweite erhöht. Zudem schrumpft die Reichweite bei Geschwindigkeiten über 100 km/h enorm, was auf kurzen Strecken in keiner Relation zum Zeitgewinn höherer Geschwindigkeiten steht.

Die Entscheidung zum Elektroauto habe ich bis heute nicht bereut, in unser Anforderungsprofil passt das Fahrzeug. Die 25000 Kilometer haben mich noch keine 200 € Strom gekostet, da ich nach wie vor kostenlos laden kann. Aktuell fahre ich sogar zum vollständigen Nulltarif, denn Renault hat mir für eine Kundenwerbung 6 Monate Batteriemiete geschenkt. In der ganzen Zeit bin ich nicht einmal mit leerem Akku liegen geblieben, Reichweitenangst ist mir mittlerweile ein Fremdwort.

Leider sind bezahlbare Elektroautos heute noch nicht wirklich langstreckentauglich, da mein Gelbeutel für ein Tesla Model S leider nicht reicht und ich berufsbedingt einen Bus brauche, wurde unser Zweitfahrzeug wieder ein Verbrenner. Für das Anforderungsprofil längerer Strecken gibt es mit dem Plug-in Hybrid mittlerweile bezahlbare Alternativen. Wie alltagstauglich diese sind, kann ich ab dem 13.08. testen, Mitsubishi war so nett mir für den Blog einen Outlander PHEV zur Verfügung zu stellen – Bericht folgt…

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